Erfahrungsbericht Teil 2 - Radschuheinlagen, Marco Peich
Mittlerweile habe ich die Radschuheinlagen seit etwa 2500km verwendet – ich denke eine durchaus repräsentative Kilometerzahl um ein Fazit zu ziehen:
Ich hatte früher häufiger, gerade im Rahmen langer Einheiten Schmerzen unter dem Großzehengrundgelenk –also genau dort, wo bei Idealer Cleat-Positionierung- die Pedalachse liegt. Des Weiteren, wie wahrscheinlich die meisten Radfahrer es kennen, Schmerzen im Bereich des Fußrückens mit Taubheitsgefühlen in den Zehen DII-IV.
Nun der ursprüngliche erste Eindruck direkt nach dem Anziehen der Schuhe ist geblieben, es fühlt sich im Bereich des Mittefußes irgendwie unbequem an. Nach einigen Minuten umhergehen oder dem Aufsteigen auf das Rad ist dieser Eindruck allerdings verschwunden und man bemerkt die Einlagen nicht mehr –es fühlt sich dann recht bequem an.
Auch das Gefühl stabiler auf dem Pedal zu stehen ist geblieben. Selbst bei Einheiten mit „richtig Druck“ auf dem Pedal wie z.B. Kraftausdauer-Intervalle am Berg oder auch bei langen Einheiten mit zunehmender Ermüdung bleibt der Fuß besser in der neutralen Position.
Wie viele Radfahrer neige ich (links>rechts) dazu bei Ermüdung mit dem Rückfuß nach innen zu kippen –dies wird durch die posteromediale Abstützung des Fersenbeines deutlich reduziert –das bringt eine direktere Kraftübertragung, Entlastet den Bandapparat des Sprunggelenkes und schont die Wadenmuskulatur inkl. der Achillessehne –vor allem bei Triathleten natürlich ein wichtiger Aspekt, denn die Wadenmuskulatur wird so für den noch ausstehenden Lauf geschont.
Beschwerden im Bereich des Großzehengrundgelenkes oder Taubheitsgefühle der Zehen traten auch im Rahmen der hohen Trainingsumfänge im Trainingslager nicht mehr auf.
Also auch die Radeinlagen sind absolut empfehlenswert, zumal die Radschuhhersteller die Wichtigkeit einer vernünftigen Fußbettung scheinbar nur sehr langsam erkennen. Steife und teure Carbonaußensohlen mit null Flexibilität und maximaler Kraftübertragung gibt es mittlerweile von allen Radschuhanbietern, orthopädisch sinnvolle Innensoheln meiner Meinung nach bisher nur von Bontrager und Specialized. Da die Sensomotorikeinlagen aber maß- und individuell gefertigt und eingepasst werden, denke ich ist dies die bessere Variante, zumal sie den „modebewussten“ Triathleten auch die freie Schuhwahl lässt...
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